90% Energie Einsparung

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Es ist völlig klar, dass eine Direkte Freie Kühlung die größten Einsparungen gegenüber einem reinen Umluftkühlsystem bringt und eine indirekte freie Kühlung umso mehr Energie und Kosten spart, desto höhere Raumtemperaturen man zulässt.

 

Die direkte freie Kühlung wurde in den 80-er Jahren von der Arbeitsgruppe DIVHst der damaligen Deutschen Bundespost Telekom (s. dazu auch mein Fachbuch “Innovationen für Raumkühlung”) für die digitalen Vermittlungsstellen schon bewiesen. Die dort 10.000-fach eingesetzten sog. DIV-Geräte (auch Telekomgeräte genannt) haben sich bewährt.
Wenn aber ein Betreiber gewisse untere und obere Feuchtigkeitsgrenzen einhalten will (muss), ist die direkte freie Kühlung problematisch. Die dabei dann notwendige Be- und Entfeuchtung sind betriebskostenintensiv. Wenn man beispielsweise bei einer max. Raumtemperatur von 38oC nur mind. 10% r.H. einhalten muss, dann fallen bei der zugeordneten absoluten Feuchte von X = 3g/kg beispielsweise in München rd. 1.120 Befeuchtungsstunden an. Bei noch häufig gewünschter Ablufttemperatur von max. = 30 Grad und 18% r.H. und demzufolge X ? 4g/kg und sind es schon 2.224 h/a!
Energie sparender ist da das von Fa. Huber & Ranner und mir auf der Basis der Telekomgeräte gemeinsam entwickelte neuartige Klimagerät mit doppelter Freier Kühlung und Teilstromtechnik (Markenname: IT-Case), das in einem Rechenzentrum in München – ohne dort möglichem Kaltgang – erstmals getestet wurde. Hier wurde die untere Grenze bei 4g/kg und die obere bei 12g/kg festgelegt. Die Geräte werden bei einer dort weiterhin gewünschten max. Raumtemperatur von 22 Grad betrieben und sparen extrem an Betriebskosten und CO2-Emissionen. Hier wird bei verwendbarer “trockener” Außenluft eine indirekte freie Kühlung durchgeführt und bei ausreichend feuchter Außenluft die direkte Freie Kühlung. Letzteres kommt in gemäßigten Breitengraden wesentlich häufiger vor. So muss fast nie und wenn, nur ganz wenig befeuchtet werden. Der Entfeuchtungsbetrieb wurde auch anders gelöst als bisher üblich. Nur an ganz wenigen Stunden im Jahr oder bei einem Extrabedarf findet eine übliche Umluftkühlung statt. Alle kältetechnischen Einrichtungen und die für die Freien Kühlarten befinden sich im Klimagerät. Es sind keine Außengeräte erforderlich (Sicherheitsaspekt).
Damit sind andernorts Raumtemperaturen im Kaltgang von 22 Grad oder weniger möglich und es lässt sich trotzdem eine Einsparung von 80 bis 90% gegenüber einem reinen Umluftkühlsystem erzielen, je nach Vergleichsbasis.

Jürgen Loose, Energie.Consulting.Loose (ECL) Weilheim


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