Hardware Fehlerrate

Keine Tags | Kühlung / Klimatisierung

Das Thema der Zuverlässigkeit der Hardware bei erhöhter Zulufttemperatur wird aktuell viel diskutiert. Dies hat den Grund, dass bei der Klimatisierung der Serverräume viel Energie eingespart werden kann, wenn man die Zulufttemperatur um mehrere Kelvin erhöht. Nun stellt sich jedoch die Frage, ob bei einer erhöhten Zulufttemperatur ein reibungsloser und ungefährdeter Betrieb möglich ist. Laut einer aktuellen Ausgabe der CCI, welche sich auf Daten der ASHRAE beruft, steigt die Hardware-Fehlerrate für Volumenserver deutlich mit einem Anstieg der Zulufttemperatur an.

Die im Diagramm dargestellten Kurven zeigen die Veränderung der Fehlerrate mit dem Anstieg der Temperatur. Als Grundannahme gilt hier, dass die Fehlerraten bei einer Temperatur im Rechenzentrum von 20°C mit dem Faktor 1 gleichgesetzt werden. Der obere und untere Wert ist zur Vervollständigung mit angegeben, um die Streuung der Werte zu berücksichtigen.

Klar wird bei der Analyse der Werte, dass ein Anheben der Zulufttemperatur einen Anstieg der Fehlerrate bewirkt, was nicht im Interesse der Betreiber sein kann. Viele Unternehmen setzen jedoch bei der Verbesserung der Energiebilanz von Rechenzentren genau auf diesen Faktor. Ziel sollte es jedoch sein, dass die Qualität der Kühlung gleich bleibt oder sogar verbessert wird und die Energie bei der Erzeugung der kühlen Zuluft gespart wird.

Hierfür liefert die doppelte freie Kühlung des IT-CASE die Lösung. Das Kühlpotential der Außenluft birgt ein wesentlich größeres Einsparpotential  als die bloße Erhöhung der Zulufttemperatur. Durch die doppelte freie Kühlung kann gewährleistet werden, dass die Fehlerrate bei einem gleichbleibend niedrigen Wert bleibt, da die Zulufttemperatur bei 20°C gehalten werden kann, bei gleichzeitiger Energieeinsparung im Bereich der Kältetechnik. Somit wird sowohl, wie gefordert, elektrische Energie eingespart als auch die Fehlerrate gering gehalten.

Ein weiterer Aspekt der betrachtet werden muss, wenn man in Erwägung zieht die Zulufttemperatur zu erhöhen, ist der Energieverbrauch der Server selbst. Laut CCI Dialog vom 25. September 2012 steigt der Energieverbrauch der Server bei einem Anstieg der Eingangstemperatur von 15°C auf 30°C um 4% bis 8%. Dadurch wird zwar an der einen Stelle Energie gespart, an der anderen jedoch wieder mehr verbraucht. Dies sollte ebenso in jede Bilanz mit einfließen um vergleichbare Werte, was die Gesamtenergiebilanz betrifft, zu erhalten.


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